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Sengender Wind

Selva Almada

Sengender Wind

Weit, trocken und öde ist die Pampa. Wer mit dem Auto liegen bleibt, für den ist guter Rat teuer. Auch für Menschen mit direktem Draht zu Gott, wie den Prediger samt schlecht gelaunter Tochter und übler Familiengeschichte, dessen klappriger Wagen hier den Geist aufgibt. Zum Glück auf dem Schrottplatz eines alten Gringo, der im Verlauf eines Tages und einer Nacht nicht nur das Auto repariert, sondern, umtost von einem nächtlichen Wirbelsturm, mit seinem ungebetenen Gast einen denkwürdigen Zweikampf austrägt, während sich zwischen seinem schweigsamen, kaum geschlechtsreifen Sohn und der Tochter des Gottesmannes ganz andere Beziehungen anbahnen. Ein Roman aus Argentinien – klar und nüchtern wie die Gegend, in der er spielt, geschrieben in einer lakonischen und wunderbar unverputzten Prosa,