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Geliebtes Geschöpf

Dietmar Grieser

Geliebtes Geschöpf

Tierische Kultfiguren aus Geschichte und Literatur, Musik und Film

Jeder will heute prominent sein. Wichtigtuer erschleichen sich klangvolle Titel, rittern um einen Eintrag im Who is Who. Das ist eines der vielen Dinge, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Dabei wimmelt es auch dort von Exemplaren, die es zu etwas »gebracht« haben: zu einem Namen, zu Ruhm, vielleicht gar zu literarischer Verewigung. Ihnen ist Dietmar Griesers jüngste Spurensuche gewidmet: der Chow-Chow-Hündin Jofie, die Sigmund Freud als »Ordinationshilfe« gedient, den Schmetterlingen, denen »Lolita«-Autor Vladimir Nabokov sein Leben lang nachgejagt, den Möpsen, die Loriot zur Kultfigur erhoben, oder den Boxerhunden, denen Bruno Kreisky gehuldigt hat.

Aber auch Persönliches darf in einer Menagerie wie dieser nicht fehlen: Unter dem Stichwort »Maikäfer flieg« aktiviert Dietmar Grieser seine »tierischen« Kindheitserinnerungen, und was die Fernsehgewohnheiten des Zweiundachtzigjährigen betrifft, so outet er sich als Fan der »Sendung mit der Maus«. Ein Buch, das eine Fülle von Hintergrundwissen vor dem Leser ausbreitet, das zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und Tier anregt und das vor allem viel viel Spaß macht.